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Siegerland: Siegen

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VORSICHT!

IHK warnt: Vorsicht bei Anfragen zur Domain-Registrierung

NRW, 18.01.2008 15:51 Uhr

Siegen. Die Indus­trie-und Handels­kammer Siegen (IHK) warnt vor einer neuen Betrugs­ma­sche in Zusam­men­hang mit der Regis­trie­rung von Domain-Namen in China. Eine Viel­zahl deut­scher Unter­nehmen sei in letzter Zeit unauf­ge­for­dert von chine­si­schen Regis­trie­rungs­firmen ange­schrieben worden. In diesen E-Mails wird laut IHK darauf hinge­wiesen, dass entweder der Domain-Name oder ein für das deut­sche Unte­nehmen inter­essantes Schlüs­sel­wort durch eine chine­si­sche Firma bean­tragt worden sei. Keine uner­heb­liche Infor­ma­tion, wenn man bedenkt, dass China 1,3 Milli­arden Einwohner hat und damit zu rechnen ist, dass das Länder­kürzel „.cn“ mittel­fristig zu einer der meist­ver­brei­teten Domain-Endungen der Welt werden könnte.

Allerdings handelt es sich nach Angaben der IHK bei diesen Schreiben meist um Akquiseversuche. Die versuchte Fremdregistrierung sei oft nur vorgetäuscht. Außerdem hätten die Versender der Mails häufig gar keine Befugnis, chinesische Domain-Namen zu registrieren.

Die Zahl der von der nationalen Registrierungsbehörde CNNIC entsprechend autorisierten Anbieter ist begrenzt, so die IHK. Treten Domain-Streitigkeiten auf, gebe es neben der gerichtlichen Klage die Optionen, sich an das chinesische Schlichtungsorgan „CIETAC“ in Peking (für cn-Registrierungen) oder an das „Asian Domain Name Dispute Resolution Centre“ in Peking oder Hongkong zu wenden (für com-, org- oder ähnliche Registrierungen).

„Der Beschwerdeführer muss jedoch nachweisen, dass er im Gegensatz zum gegenwärtigen Domain-Inhaber ein rechtliches Interesse an der Eintragung und Nutzung des umstrittenen Namens hat“, so IHK-Geschäftsführer Rudolf König gen. Kersting. Weil dies in der Praxis für deutsche Unternehmen in China zeitaufwändig und teuer werden kann, empfiehlt er, den Domain-Namen in solchen Fällen lieber zu kaufen.

Mit Hilfe des Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft in Shanghai ist dies deutlich günstiger als im Direktkontakt mit betrügerischen Firmen. Zuerst wird untersucht, ob ein Versuch zur Registrierung des fraglichen Domain-Namens tatsächlich stattgefunden hat, und falls ja, wer dahinter steht. Danach können Verhandlungen mit der chinesischen Registrierungsfirma eingeleitet werden. Erreichbar ist das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft unter www.china.ahk.de. Der Kontakt kann auch über die IHK Siegen geknüpft werden.

 

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