
NRW, 01.03.2008 01:42 Uhr
Siegen. Das die Wirtschaftsspionage den Mittelstand auch in Siegen-Wittgenstein und Olpe bedroht, hatten Besucher bei einer Informationsveranstaltung der Industrie-und Handelskammer Siegen (IHK) erfahren. Wie man sich dagegen in der Praxis wappnen kann, sahen sie bei einem Betriebsbesuch der Buhl Replication Service GmbH in Burbach. Prokurist Roland Ollek informierte über die Sicherheitsvorkehrungen des mittelständischen Unternehmens und ging gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten Hans Werner auf die ganz alltäglichen Probleme ein.
Viele mittelständische Firmen sind mit Nischenprodukten auf dem Weltmarkt erfolgreich. Somit stellen sie eine lohnende Anlaufstelle für kriminelle Aktivitäten dar. Ein Problem, dass das Burbacher Unternehmen schon vor Jahren erkannte und daraufhin ein umfangreiches Sicherheitsnetz installierte. „Wir sind schon einige Male Opfer krimineller Aktivitäten geworden“, so Ollek. „Das hat uns vorsichtig gemacht und zu einem Umdenken in Bezug auf Sicherungsmaßnahmen geführt.“ Als Hersteller von CDs und DVDs für den Softwarekonzern Microsoft produzierte das heimische Unternehmen allein im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Datenträger im Spritzgussverfahren. „Da der Software-Riese pro Jahr etwa 1 Milliarde Dollar durch illegale Aktivitäten verliert, fordert und fördert Microsoft die Sicherheit gleichermaßen“, fuhr der Prokurist fort.
88 Innen- und Außenkameras haben das Firmengelände im Blick und reagieren auf Bewegung. Die Personalauswahl geschieht unter Berücksichtigung besonderer Sicherheitsaspekte. Auch gelangen Mitarbeiter und Besucher nur durch eine biometrische Zugangskontrolle auf das Gelände, sprich ihre Gesichter werden gescannt und gespeichert. „Sicherheit ist für uns das A und O“, zog Ollek bei seinen Gästen Bilanz. Insgesamt arbeiten für die Firma rund 250 Mitarbeiter, zusammen mit der Buhl Data Service GmbH in Neunkirchen sind es etwa 400. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt deshalb unter anderem in der Sensibilisierung der Mitarbeiter. Denn nur wo ein gesundes Sicherheitsbewusstsein existiert, handeln Angestellte in Gefahrensituationen korrekt.“
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